In eigener Sache: Peter M. Bach – Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht!

Der Dritte Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht im  Bunde

Die Rechtsanwaltskammer Stuttgart hat Herr RA Peter M. Bach Anfang 2012 den Fachanwaltstitel für Bau- und Architektenrecht verliehen. Herr RA Bach ist verstärkt im Bauprozess- und Architektenrecht tätig. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in der baurechtlichen Beratung von Wohnungseigentümergemeinschaften. Somit steht den Mandanten von Diem & Partner im Bau- und Architektenrecht ab sofort neben unserem Partner RA Roland Kahabka und Herrn RA Y. S. Kaan Kalkan ein dritter Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht zur Verfügung. Die konsequente Spezialisierung im Bau- und Immobilienrecht trägt somit weiter ihre Früchte. Unseren Mandanten danken wir für das erwiesene Vertrauen, das letztlich die Voraussetzung dafür war, die für den Erwerb des Fachanwaltstitels erforderliche hohe Zahl an praktischen Fällen nachweisen zu können.

Neue Reihe: Der Praktische Umgang mit Konflikten am Bau

Viele Bauvorhaben werden nach Abschluss der Arbeiten auf der Baustelle Gegenstand von Rechtsstreitigkeiten. Zumeist geht es dann hierbei um Mängel, Nachträge, überschrittene Fristen, damit einhergehende Vertragstrafen.

Häufig verlaufen diese Rechtsstreitigkeiten für die Beteiligten unbefriedigend, da bei der Geltendmachung der Ansprüche der erforderliche Tatsachenvortrag nicht in der Weise präsentiert werden kann, wie es die Gerichte erfordern. Oft ist viel Zeit vergangen, die damaligen Mitarbeiter sind nicht mehr im Unternehmen beschäftigt oder sie können sich nicht detailliert erinnern, was wann mit wem wo besprochen wurde. In der Folge sind viele Ansprüche nicht durchsetzbar, Gegensansprüche können nicht abgewehrt werden. Abhilfe aus dieser unbefriedigenden Situation schafft man nur, indem man sich auf einen etwaigen Rechtsstreit vorbereitet, bevor dieser überhaupt absehbar ist. Im Idealfall beginnt man damit ab dem Vertragsschluss bis zum Abschluss des Vorhabens. Daher sollte es das Ziel jedes Bauunternehmerns sein, die Abläufe im Rahmen Vorhaben so zu dokumentieren und sich zu jederzeit so zu verhalten, dass im Gerichtsverfahren die erfoderlichen Informationen sofort bereitgestellt werden.

Das ist auch das Ziel dieser neuen Reihe. Ich will vermeiden im Rahmen eines Prozesses zu erklären, warum dieser und jener juristisch bestehende Anspruch aus Beweisschwierigkeiten nicht oder nur schwierig durchsetzbar sein dürfte.

Vielmehr möchte ich zeitlich vorher in das Geschehen eingreifen und Betroffene dahingehend sensibilisieren, welche Vorkehrungen während eines Bauvorhabens wie getroffen werden müssen, damit man sich seine Rechte erhält.

Ich hoffe , mit dieser Reihe einen Wegweiser zu schaffen, der Sie im Alltag des Baugeschehens begleitet.

Diese Reihe basiert auf einem Vortrag, den ich zu diesem Thema im Oktober in Nürnberg hielt, um baubeteiligte Personen im Umgang mit solchen konflikten zu sensibilisieren.

Beginnen werde ich zunächst mit dem Thema: Behinderungen am Bau

Verkehrssicherungspflichten bei Abbrucharbeiten und wie man es nicht machen sollte

OLG Düsseldorf BauR 1994, 267 dazu:

Jeder Abbruchunternehmer hat ausnahmslos dafür zu sorgen, dass durch die im Zusammenhang mit den Abbrucharbeiten geschaffenen Gefahrenquellen weder Personen gefährdet oder geschädigt noch das Eigentum anderer gefährdet wird.

Hier ein Beispiel, dass diesen Anforderungen nicht gerecht wird (Glück, dass offenkundig niemand verletzt wurde):

In eigener Sache: Rechtsanwalt Y. S. Kaan Kalkan zum Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht ernannt.

Ende 2009 hat die RAK Stuttgart Rechtsanwalt Y. S. Kaan Kalkan die Bezeichnung des Fachanwalts für Bau- und Architektenrecht verliehen. Damit führt die Kanzlei ihre Strategie der Spezialisierung der Anwälte konsequent fort, um ihren Mandanten auf dem jeweiligen Rechtsgebiet hochwertige Anwaltsdienstleistungen bieten zu können. Im Referat für Baurecht unserer Kanzlei ist RA Kalkan der zweite Fachanwalt für Bau- und Architektenrecht neben RA Roland Kahabka. Rechtsanwalt Y. S. Kaan Kalkan betreut neben dem privaten Baurecht auch Vergabeverfahren und sonstige Fragestellungen des öffentlichen Baurechts. Daneben ist er zwischenzeitlich verantwortlich für das Türkei-Geschäft von Diem & Partner.

Willkommen im Baurechtsblog

Sehr verehrte Leserinnen und Leser, vor wenigen Tagen wurde die Umsetzung des Projekts „Stuttgart 21“ endgültig beschlossen. In mehreren Baumaßnahmen wird der heutige Kopfbahnhof von Stuttgart „unter die Erde“ gebracht und in einen Durchgangsbahnhof umgewandelt. Hierdurch ist beabsichtig, den wichtigen Industriestandort durch eine bessere Anbindung an die Ost-West-Achse Prag-Paris zu stärken. Allein die Zahlen zu diesem Projekt sind beeindruckend: 57km Bahnschienen werden neu geschaffen, davon ein Großteil unter der Erde in 16 Tunneln, 18 Brückenstrecken und 30km Schnellfahrtrasse. Rund 100ha derzeit oberirdischer Schienenfläche innerhalb des Stadtgebietes Stuttgart verschwinden unter die Oberfläche und geben damit im „Kessel“ rares Bauland in bester Lage frei. Die Schätzungen über die zu veranschlagenden Investitionskosten schwanken zwischen 2,5 und 3 Milliarden Euro. Die Bauzeit beträgt voraussichtlich 15 Jahre. Dass es bei dem Großprojekt „Stuttgart 21“ zu Problemen und Streitereien zwischen Initiatoren (Auftraggebern), Planern und ausführende Werkunternehmen kommen wird, dürfte –zum Leidwesen der Beteiligten- mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit feststehen. Gibt es doch –so unsere langjährigen Erfahrungen als Rechtsanwaltskanzlei, die stark im Baurecht positioniert ist, auf dem Bau stets eine Vielzahl an potentiellem Konfliktstoff:
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