Keine Mangelrechte bei Schwarzarbeit – heißt ohne Rechnung auch ohne Rechte?

Dass die Ausführung von Bauleistungen an Fiskus und Sozialkassen vorbei kein Kavaliersdelikt ist, dürfte mittlerweile eigentlich seit Jahrzehnten bekannt sein. Es gibt gleich eine ganze Reihe von Gesetzen (insbesondere das Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung; das Umsatzsteuergesetz, sowie die Abgabenordnung), die sich mit der staatlichen Sanktionierung von Schwarzarbeit befassen und –je nachdem, welche zwingenden Vorschriften missachtet wurden- zumindest empfindliche Bußgelder verhängen.

Schwarzarbeit liegt dabei nicht nur dann vor, wenn Auftraggeber und Bauunternehmer großzügig die Umsatzsteuer „übersehen“ (sog. Ohne-Rechnung-Abrede). Schwarzarbeit kann auch dann vorliegen, wenn der beauftragte Bauunternehmer an den Sozialkassen „vorbei“ arbeitet. Zum ersten Fall der Schwarzarbeit gehören notwendig immer Auftraggeber und Bauunternehmer; beim zweiten Fall ist dies nicht unbedingt so. Weis der Auftraggeber allerdings, dass der beauftragte Bauunternehmer seine sozialrechtlichen Pflichten gegenüber den von ihm eingesetzten Arbeiter missachtet und billigt der Auftraggeber dies, weil dadurch z.B. die Bauleistung bewusst und gewollt günstiger wird, kann dies auch dem Auftraggeber negativ angelastet werden.

So sieht z.B. das Sozialrecht eine umfangreiche (Mit-)Haftung für unterschlagenen Sozialabgaben für die Auftraggeber vor, die selbst Unternehmer des Baugewerbes sind (§ 28e Abs. 3a SGB IV). Unter Umständen haften diese den Sozialkassen (z.B. SoKa Bau) für die unterbliebenen Beiträge der beauftragten Bauunternehmer wie Bürgen.

Obwohl durchweg bekannt ist, dass bei Aufdeckung von Schwarzarbeit mit Bußgeld oder Strafe zu rechnen ist, erstaunt es doch, dass in den letzten Monaten die Schwarzarbeit wieder verstärkt im Fokus der höchstrichterlichen Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes war:

Ohne Rechnung bleibt Pfusch ohne Folgen – keine Mangelrechte bei Schwarzarbeit!

Diese Urteile dürften gerade für Auftraggeber von einigem Interesse sein, denn sie beleuchten die vertragsrechtlichen Folgen von Schwarzarbeit bei Mängeln neu – und zwar durchaus zum Nachteil des Auftraggebers. Dabei vollzieht die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes einen deutlichen Wandel zu früheren Urteilen.

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Mehr Geld – Mehr Verantwortung: Seit gestern (17.07.2013) ist die neue HOAI 2013 in Kraft!

Am 16.07.2013 wurde die Novelle 2013 der Honorarordnung für Architekten- und Ingenieurleistungen (sog. -> HOAI 2013) im Bundesgesetzblatt veröffentlicht. Sie ist damit seit 17.07.2013 in Kraft. Die HOAI 2013 kommt damit ab sofort bei allen Neuverträgen, die Architekten- und Ingenieurleistungen zum Gegenstand haben zur Anwendung. Aber auch bei bereits bestehenden Verträgen, bei denen die einzelnen Leistungsphasen oder Leistungsbilder nur optional vereinbart sind (sog. Stufenverträge), gilt die neue HOAI für alle diejenigen Leistungen, die ab dem 17.07.2013 abgerufen werden. Gleiches gilt für laufende Vergabeverfahren nach VOF bei denen der Zuschlag ab diesem Datum erteilt wird. Anlass genug also, in der Folge kurz über die wesentlichsten Änderungen der HOAI 2013 zu berichten:

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Behinderungen am Bau Teil II

Die richtige Behinderungsanzeige

Im ersten Teil meines Beitrags „Behinderungen am Bau Teil I“ habe ich erläutert, welche Bedeutung die Behinderungsanzeige und die Dokumentation von Behinderungen hat.

Jetzt möchte ich aufzeigen, wie man Behinderungen dokumentieren und Anzeigen kann:

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